Tag gegen antimuslimischen Rassismus - 1. Juli

[Berlin] Der Rat muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA) ruft für den 1. Juli 2015 zum zweiten bundesweiten Aktionstag gegen Antimuslimischen Rassismus auf.

Der Rat, Dachorganisation muslimischer Hochschulgemeinden an 35 deutschen Universitäten und Fachhochschulen, wird gemeinsam mit Partnern dieses Jahr wieder um den 1. Juli, dem Jahrestag der Ermordung der Dresdener Pharmazeutin Marwa el-Sherbini und ihres ungeborenen Kindes durch einen rassistischen Extremisten, landesweit eine Reihe von Aktionen durchführen, um die Öffentlichkeit für das Thema Islamfeindlichkeit/ antimuslimischen Rassismus aufmerksam zu machen.

 „Der erste bundesweite Aktionstag war aus unserer Sicht ein großer Erfolg“, resümiert die Präsidentin des Rates, Hatice Durmaz. „Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen haben unsere Initiative unterstützt, hunderte Menschen verschiedenen Glaubens aus ganz Deutschland haben sich an unserer Onlineaktion beteiligt. Doch mit einmaligen Aktionen lässt sich das Problem nicht beheben, das hat das letzte Jahr gezeigt: das Aufkommen von erst der massiv gewaltbereiten HoGeSa und dann der PEGIDA Demonstrationen, eine Serie von Brandanschlägen auf Moscheen und zahlreiche andere Übergriffe auf Musliminnen und Muslime sowie islamische Einrichtungen unterstreichen die Notwendigkeit solcher Aktionen.“

Für dieses Jahr kündigten die Verantwortlichen eine Neuauflage der Onlineaktion des Vorjahres sowie einen ergänzenden Videobeitrag, in deren Rahmen Experten zum Thema zu Wort kommen. Zahlreiche dem RAMSA angeschlossene muslimische Hochschulgemeinden und andere Initiativen werden inhaltliche Veranstaltungen – Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Informationsstände – an ihren Hochschulen durchführen. 

„Wir wollen mit diesem zweiten Aktionstag noch mehr Menschen erreichen und auch dafür gewinnen, langfristig den Kampf gegen antimuslimischen Rassismus und andere menschenfeindliche Einstellungen und Ideologien zu unterstützen“, so Durmaz. 

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